Absolute Return bezeichnet die Wertsteigerung einer Geldanlage unabhängig vom Börsenzyklus oder einem Vergleichsmaßstab (Benchmark) innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

AIF ist die Abkürzung für Alternative Investment Fonds. Im Unterschied zu OGAW Publikumsfonds unterliegen AIF Publikumsfonds neben den Bestimmungen des Investmentfondsgesetzes 2011 („InvFG 2011“) auch jenen des Alternative Investmentfonds Manager-Gesetzes („AIFMG“). Für AIF Publikumsfonds gelten im Unterschied zu OGAW Publikumsfonds u.a. erweiterte Anlagegrenzen bzw. Emittentengrenzen.

In den „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ (kann mit dem Prospekt von OGAW Publikumsfonds verglichen werden), den Fondsbestimmungen sowie in den „Wesentlichen Anlegerinformationen“ (KID) des jeweiligen AIF Publikumsfonds finden sich alle für den Anleger relevanten Informationen. Diese finden sich auf der Homepage www.erste-am.com.

Ein Vertrieb von AIF Publikumsfonds im europäischen Ausland ist unter Beachtung der entsprechenden, im jeweiligen Land geltenden gesetzlichen Bestimmungen möglich.  Die Zulassung zum Vertrieb von AIF Publikumsfonds ist im Vergleich mit OGAW Publikumsfonds mit höheren Auflagen seitens der ansässigen Aufsichten und somit auch mit hohen Kosten verbunden.

Aktienfonds sind Investmentfonds, die überwiegend in Aktien veranlagen. Der/Die AnteilinhaberIn eines Aktienfonds ist somit indirekt an der Substanz und dem Ertrag einer Vielzahl von Unternehmen beteiligt.

Alternative Investment Fonds (AIF) sind Fonds, die keine Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere (OGAW) darstellen. AIF werden seit Juli 2013 durch das Alternative Investmentfonds Manager-Gesetz (AIFMG) geregelt, zusätzlich unterliegen sie dem InVFG 2011. Zu den Alternative Investmentfonds zählen z. B. Andere Sondervermögen, Spezialfonds, Immobilienfonds, Hedgefonds und Private-Equity-Fonds.

Anleihenfonds sind Investmentfonds, die überwiegend in verzinsliche Wertpapiere wie z.B. Staats- oder Unternehmensanleihen, Pfandbriefe oder Schuldverschreibungen von Kreditinstituten veranlagen.

Ein Anteilschein – oder auch Investmentzertifikat genannt – ist ein Wertpapier, das den Miteigentumsanteil des Anteilinhabers an einem Investmentfonds gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft und der Depotbank verkörpert.

Ein Investmentfonds kann mehrere Arten von Anteilscheinen mit unterschiedlichen ISINs (Wertpapieridentifikationsnummern) begeben. Die Anteilscheinklassen können sich in der Höhe der Gebühren (bspw. Gebührenklasse für institutionelle Anleger) sowie der Währung der Anteilscheinklasse unterscheiden. Zusätzlich kann jede Gebühren- oder Währungsklasse unterschiedliche Ertragstypen aufweisen (ausschüttende Anteilscheine mit der Kurzbezeichnung A., Thesaurierende Anteilscheine mit der Kurzbezeichnung T., Vollthesaurierende Anteilscheine mit der Kurzbezeichnung VT.)

Unter Asset (engl. Vermögenswert) Allocation (engl. Zuweisung) versteht man die bewusste Verteilung des Anlagevermögens auf unterschiedliche Anlageinstrumente (z. B. Anleihen, Aktien, Sichteinlagen), Märkte, Branchen und Währungen. Die Asset Allocation hat zum Ziel, Rendite und Risiko eines Portfolios zu optimieren.

Zur Deckung der Kosten, die mit der Ausgabe von Anteilscheinen verbunden sind, darf die Kapitalanlagegesellschaft einen Aufschlag auf den Rechenwert in Rechnung stellen. Der Ausgabeaufschlag (AGA) fällt beim Kauf von Anteilen an einem Fonds einmalig an. Seine maximale Höhe wird in den Fondsbestimmungen festgesetzt.

Zur Deckung der Kosten, die mit der Ausgabe von Anteilscheinen verbunden sind, darf die Kapitalanlagegesellschaft einen Aufschlag auf den Rechenwert in Rechnung stellen. Der Ausgabeaufschlag (AGA) fällt beim Kauf von Anteilen an einem Fonds einmalig an. Seine maximale Höhe wird in den Fondsbestimmungen festgesetzt.

Die Ausländer-KESt (KESt auf Zinsen gem. § 98 Abs 1 Z 5 lit b EStG 1988) ist die beschränkte Steuerpflicht auf inländische Zinserträge im Sinne des EU-Quellensteuergesetzes von AusländerInnen, sofern die Zinsen dem Kapitalertragsteuerabzug unterliegen. Der beschränkten Steuerpflicht unterliegen

  • natürliche Personen aus Drittländern* (mit inländischen Zinserträgen im Sinne des EU-Quellensteuergesetzes),
  • natürliche Personen aus Drittländern* und der EU, die an ausländischen steuerlich transparenten Gebilden (insbesondere Personengesellschaft) beteiligt sind,
  • BotschafterInnen und DiplomatInnen aus dem Drittlandsgebiet* sowie Angestellte internationaler Organisationen (aus dem Drittlandsgebiet* und der EU).

Ab 01.01.2015 unterliegen Zinszahlungen von Wertpapieren inländischer Emittenten und inländischen Bankeinlagen dieser ausgeweiteten Steuerpflicht. Der Steuersatz beträgt derzeit 27,5%.

* Drittländer beziehen sich in diesem Zusammenhang auf Nicht-EU-Länder.

Jeder Investmentfonds besteht aus einer oder mehreren Anteilscheinklassen (= Tranche), die mit einer eigenen ISIN ausgestattet sind.

Die Tranche mit einer regelmäßigen (zumindest jährlichen) Ausschüttung wird üblicherweise mit (A) gekennzeichnet. Die Höhe der Ausschüttung wird von der Kapitalanlagegesellschaft (KAG), die den Fonds verwaltet jährlich neu festgelegt. Die Untergrenze für die Höhe der Ausschüttung ist gesetzlich geregelt: Es muss zumindest die angefallene Kapitalertragsteuer(KESt) ausgeschüttet werden. Eine Ausschüttung darüber hinaus liegt im Ermessen der KAG, wobei auch Ausschüttungen aus der Substanz des Investmentfonds möglich sind.

Wichtig ist dabei zu wissen: Die Ausschüttung erfolgt immer aus dem Fondsvermögen und reduziert dieses – und damit den Rechenwert des Fonds – in gleicher Höhe.

Investmentfonds bieten üblicherweise eine jährliche Ausschüttung, die spätestens vier Monate nach Ende des Fondsrechnungsjahres erfolgen muss. Diese setzt sich bei ausschüttenden Investmentfonds in der Regel aus ordentlichen und gegebenenfalls außerordentlichen Erträgen sowie der auf die ausschüttungsgleichen Erträge entfallenden Kapitalertragssteuer (KESt) des Fonds zusammen. Ordentliche Erträge enthalten Dividenden und/oder Zinsen, außerordentliche Erträge enthalten Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren. Der Rechenwert eines Investmentfonds vermindert sich am Tag der Ausschüttung („Ex-Tag“) um diesen Ausschüttungsbetrag. Die Höhe der Ausschüttung wird jedes Jahr von der Kapitalanlagegesellschaft festgelegt und kann grundsätzlich auch aus der Substanz des Investmentfonds erfolgen. Die Höhe der Ausschüttung gibt keinen Aufschluss über die Qualität eines Anlagefonds oder seines Managements.

Die Ausschüttungsrendite gibt das Verhältnis zwischen der Brutto-Ausschüttung (inkl. KESt) und dem Rechenwert des Fonds am Ex-Tag des Vorjahres an.

Beispiel:
Rechenwert des Fonds am Ex-Tag des Vorjahres EUR 100,-
Brutto-Ausschüttung EUR 5,-
Die Ausschüttungsrendite beträgt 5 / 100 = 5%

B

Die Benchmark ist ein Vergleichsmaßstab, der zur Messung des Anlageerfolgs und der Qualität des Fondsmanagements dient. In der Regel wird darunter ein Vergleichsportfolio (z. B. Börsenindex oder Indizes von Indexanbietern wie z.B. MSCI, Merril Lynch oder Citigroup) verstanden.

Beim Best-in-Class-Ansatz werden die besten Unternehmen innerhalb einer Branche ausgewählt. Das heißt, es wird in diejenigen Unternehmen investiert, welche im Branchenvergleich die höchsten ESG Standards aufweisen.
Quelle: www.erste-am.at

Der Beta-Faktor ergänzt die Volatilität. Auch er zeigt das Kursschwankungspotential an. Der Beta-Faktor gehört zur Kategorie der Risikofaktoren. Er drückt die Dynamik einer Aktie aus, d. h. die Geschwindigkeit mit der sie Kursschwankungen im Gegensatz zu anderen Aktien durchläuft. Mit Hilfe statistischer Verfahren aus Vergangenheitswerten wird der Beta-Faktor gewonnen. Dabei ist ein Beta-Faktor von 1 definiert als ein genau dem Index entsprechender Kursverlauf. Waren die Kursschwankungen eines Wertes stärker als die Kursschwankungen des Index, wird ein Beta-Faktor von über 1 definiert. Ein Beta-Faktor unter 1 bedeutet, dass die Kursschwankungen eines Wertes schwächer waren, als die Kursschwankungen des Index.

Die Bonität gibt Auskunft über die Fähigkeit eines Schuldners (z. B. Emittent einer Anleihe), die laufenden Zinszahlungen zu leisten und den Nominalbetrag bei Fälligkeit zurückzubezahlen. Die Beurteilung erfolgt dabei durch spezialisierte Rating-Agenturen.

Blogbeiträge zu diesem Thema:

Bezeichnet die Ausschüttung pro Fondsanteil vor Abzug von Steuern.

C

siehe s Fonds Plan

Der lateinische Ausdruck ceteris paribus bedeutet „unter sonst gleichen Bedingungen“. Er spielt besonders im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Analysen eine Rolle und bedeutet dann, unter der Voraussetzung, dass alle anderen Faktoren gleich bleiben.

Dieser Begriff wird bei Investmentfonds im Zusammenhang mit der Abschätzung von Risiken aus derivativen Instrumenten („Derivate“) verwendet.

Dabei werden Derivate in der Risikobeurteilung so umgerechnet, als würden diese einem Investment in den zugrundeliegenden Basiswert entsprechen (Nominalwertbetrachtung). Die Umrechnung in das Basiswertäquivalent ist das sogenannte „Commitment“. Bei Futures sind das beispielsweise die entsprechenden Kontraktwerte.

Bei einem „Anleihen-Future“ (z. B. Bund-Future) mit einem Kontraktwert von EUR 100.000,– wird dieser Wert dem Fondsvolumen im selben Ausmaß als Risikoposition zugerechnet. Die Höhe dieser Nominalwerte (Basiswertäquivalente) bezogen auf das Fondsvermögen zeigt, ob und wie stark das Risiko eines Investmentfonds durch den Einsatz von Derivaten verändert wurde.

Das Cost-Average-Prinzip (deutsch: Durchschnittskostenprinzip) kommt im Rahmen eines s Fonds Plans (das heißt, bei regelmäßigen Einzahlungen von gleichbleibenden Beträgen in einen Investmentfonds) zu tragen. Das Prinzip nutzt Kursschwankungen aus, indem bei der Einzahlung von gleichbleibenden Beträgen bei niedrigeren Ausgabepreisen mehr und bei höheren Ausgabepreisen weniger Fondsanteile erworben werden. Langfristig führt diese Vorgehensweise zu einem günstigeren durchschnittlichen Einstandspreis als beim regelmäßigen Kauf einer festen Stückzahl von Anteilen im selben Zeitraum.

D

Als Dachfonds werden Investmentfonds bezeichnet, die das Fondsvermögen nicht direkt in einzelne Wertpapiere, sondern in mehrere einzelne offene Investmentfonds („Subfonds“ oder „Zielfonds“) investieren. Dabei kann es sich um Investmentfonds der eigenen Kapitalanlagegesellschaft oder um solche anderer Gesellschaften („Fremdfonds“) handeln. Dachfonds weisen eine höhere Risikostreuung auf als andere Fondsarten und werden oft für die Umsetzung von „Asset Allocation„-Entscheidungen verwendet.

Eine österreichische Kapitalanlagegesellschaft muss gemäß dem InvFG 2011 (OGAW-Richtlinie) für das von ihr verwaltete Sondervermögen ein Kreditinstitut als Depotbank mit der Verwahrung beauftragen. Die Depotbank führt insbesondere die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen, die Ermittlung der Ausgabe- und Rücknahmepreise sowie Ausschüttungen an die Anteilsinhaber durch.

Unter dem Oberbegriff derivative Finanzinstrumente versteht man Termingeschäfte (Optionen, Futures und Swaps), die oft an eigenen Terminbörsen gehandelt werden. Derivate werden von zugrunde liegenden Basiswerten abgeleitet und für Absicherungs- sowie Spekulationsgeschäfte eingesetzt.

Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl zur Bewertung und zum Vergleich von Aktien. Die Dividendenrendite setzt die vom Unternehmen gezahlte Dividende mit dem Kurs der Aktien im Verhältnis. Diese Kennzahl kann sowohl als Basis der momentan gezahlten Dividende, als auch auf Basis von erwarteten, künftigen Dividenden berechnet werden.

Quelle: www.boerse.de

Als Duration (deutsch: Dauer) wird eine Kennzahl zur Risikobeurteilung von Anleihen bezeichnet. Sie ist ein Maß für das Zinsänderungsrisiko bei verzinslichen Wertpapieren und als die durchschnittliche Bindungsdauer des eingesetzten Kapitals in Jahren zu verstehen. Durch zwischenzeitliche Zinszahlungen auf das angelegte Kapital ist die Duration kürzer als die Restlaufzeit einer Anleihe. Je höher die Duration, desto stärker steigt bzw. fällt der Kurs einer Anleihe, wenn sich die Zinsen ändern.

E

Das Einzeltitelrisiko stellt das Risiko eines individuellen Wertpapiers (z. B. Anleihe, Aktie) dar. Mit der Investition in Investmentfonds wird dieses Risiko nach dem Grundsatz der Risikostreuung minimiert.

Als „Emerging Markets“ bezeichnen Finanzinvestoren die sogenannten „Schwellenländer“. Diese Länder befinden sich in einem Wachstums- oder Aufholprozess, der von politischen und wirtschaftlichen Änderungen begleitet wird.

Die Finanzmärkte der „Emerging Markets“ unterscheiden sich von jenen der „Developed Markets“, also der sogenannten Industrienationen, durch ihre höhere Schwankungsbreite und politischen Risiken.

Blogbeiträge zu diesem Thema: 

Eine Emission bezeichnet die Ausgabe von Wertpapieren wie z. B. Anleihen oder Aktien, die dem Emittenten (z. B. Staat, Kreditinstitut, Unternehmen) zur Kapitalbeschaffung dient.

Ein Emittent ist eine juristische Person, die zum Zwecke der Kapitalbeschaffung Wertpapiere auf den Geld- oder Kapitalmärkten ausgibt. Die Ausgabe dieser Wertpapiere erfolgt in der Regel mit Hilfe von Kreditinstituten.

Die empfohlene Behaltedauer (oder Mindestbehaltedauer) ist eine rechtlich erforderliche Angabe im KID.

Sie leitet sich bei den Investmentfonds der Erste Asset Management unmittelbar vom im KID ausgewiesenem SRRI (Synthetischer Risiko- und Ertragsindikator) ab:

  • SRRI von 1 oder 2 (Volatilität gemäß KID-Verordnung < 2,0% p.a.): Empfohlene Behaltedauer – mindestens 2 Jahre
  • SRRI von 3 bis 6 (Volatilität gemäß KID-Verordnung >= 2,0% p.a. und < 25,0% p.a.): Empfohlene Behaltedauer – mindestens 6 Jahre
  • SRRI von 7 (Volatilität gemäß KID-Verordnung >= 25,0% p.a.): Empfohlene Behaltedauer – mindestens 8 Jahre

Das bedeutet, dass bei ansteigendem Risiko eine längere Behaltedauer eines Fonds empfohlen wird. Wichtig ist, dass der SRRI und die Behaltedauer alleine keine vollständige Information über mögliche Risiken geben können.

Vielmehr sind der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie die Wesentliche Anlegerinformation/KID gesamthaft zu betrachten.

Bei einem Entnahmeplan (auch Auszahlungsplan genannt) erhält der/die AnlegerIn aus einem bestimmten Investmentvermögen regelmäßige Zahlungen. Der auszuzahlende Betrag wird durch Verkauf der entsprechenden Anzahl von Anteilen finanziert.

Die AnlegerInnen lassen sich entweder ihr Kapital plus Erträge über einen festgesetzten Zeitraum auszahlen (Auszahlplan mit Kapitalverzehr) oder sie entnehmen ausschließlich die Kapitalerträge auf unbegrenzte Zeit (Auszahlplan mit Kapitalerhalt).

Auszahlpläne sind besonders als zusätzliche Altersversorgung geeignet. Zuzahlungen, zusätzliche Auszahlungen oder die Auflösung des Investmentdepots sind jederzeit möglich.

Gewinn je Aktie (englisch earnings per share, kurz EPS) ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens . Für die Ermittlung dieser Kennzahl wird der Gewinn des Unternehmens (im untersuchten Zeitraum) durch die durchschnittlich-gewichtete, während dieses Zeitraums ausstehende Anzahl von Aktien dividiert. Das erwartet Wachstum dieser Kennzahl (englisch: expected EPS Growth) gibt die zukünftige Wachstumsaussicht für ein Unternehmen wieder.

Ein großer Teil jedes Fondsvermögens besteht aus abgegrenzten oder bereits vereinnahmten Erträgen (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne, etc.), die einen Bestandteil des errechneten Wertes, des Ausgabepreises und des Rücknahmepreises darstellen. Steigt nun ein/e neue/r AnteilsinhaberIn in den Fonds ein, so muss diese/r einen Betrag für den zum Ausgabetag ausgewiesenen Ertrag aus Zinsen, Dividenden und Substanz im Rahmen des Ausgabepreises leisten.

Der Begriff ESG setzt sich aus den englischen Begriffen „Environmental“ (ökologisch), „Social“ (sozial) und „Corporate Governance“ (Unternehmensführung) zusammen und stellt die drei Grundprinzipien für nachhaltige Investitionen dar.

Blogbeiträge zu diesem Thema:

Die EAM erstellt ein Rating nach ESG-Kriterien als Basis für ihre Investitionsentscheidungen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter der Rubrik „Nachhaltig anlegen“ unter www.erste-am.at

Ein ETF (Exchange-Traded Fund) ist ein Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird. Beim Kauf des ETF fällt kein Ausgabeaufschlag, sondern lediglich die jeweiligen Transaktionsgebühren des depotführenden Kreditinstituts an. Bei ETFs handelt es sich um Investmentfonds, die darauf abzielen, die Wertentwicklung einer vorab definierten Benchmark in Form eines Finanzindizes abzubilden.

Der Ex-Tag beschreibt ab welchem Datum das Anrecht auf die Ausschüttung vom Investmentfondsanteil getrennt wird. Erwirbt ein Anleger einen Investmentfondanteil nach dem Ex-Tag, aber vor der tatsächlichen Ausschüttung, bezahlt er für den Anteil einen um die Ausschüttung verminderten Preis. Die nachfolgende Ausschüttung erhält er jedoch nicht.

F

Floater sind Anleihen mit einem variablen Zinssatz, der an einen Referenzzinssatz gebunden ist und in regelmäßigen Abständen neu festgelegt wird.

Die Fondsbestimmungen legen fest, wie ein Fonds veranlagen darf. Die Veranlagungsbestimmungen eines OGAW-Fonds sind enger gefasst als die Veranlagungsbestimmungen eines Alternativen Investmentfonds (AIF), weil OGAW-Fonds eine breitere Risikostreuung als AIF aufweisen müssen. Sie sind von der Finanzmarktaufsicht (FMA) zu genehmigen. Fondsbestimmungen werden dem Prospekt des Fonds als Anhang angefügt.

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Fondsvermögen nennt man das gesamte Vermögen eines Investmentfonds.Diese wird täglich neu berechnet und setzt sich aus verschiedenen Vermögenswerten zusammen. Vermindert wird das Vermögen durch die im Fonds anfallenden Kosten und Gebühren wie z.B. Verwaltungsgebühr, Depotgebühren und Transaktionskosten.

Der Wert des Fondsvermögens ändert sich durch die Kursentwicklung der im Fonds enthaltenen Vermögenswerte, durch die Ausgabe und Rücknahme von Fondsanteilen sowie durch Ausschüttungen. Das Fondsvermögen ist ein Sondervermögen und steht im Miteigentum der AnteilsinhaberInnen.

Somit kann es bei einer Liquidation der Kapitalanlagegesellschaft oder der Depotbank den AnteilsinhaberInnen nicht verloren gehen.

Futures sind börsengehandelte Termingeschäfte. Bei einem Termingeschäft vereinbaren zwei Parteien den Kauf bzw. Verkauf eines Gutes, wobei die Lieferung zu einem zukünftigen Zeitpunkt passiert. Der Preis wird zum Zeitpunkt des Termingeschäfts fixiert. Futures-Verträge weisen standardisierte Bedingungen auf und handeln an sogenannten Terminbörsen.

G

Als geldmarktnahe Fonds bezeichnet man Investmentfonds, die überwiegend in Geldmarktinstrumente und Wertpapiere mit kurzer Zinsbindungsdauer investieren.

Gemischte Fonds können in der Regel sowohl in Aktien, Anleihen als auch in Anteile an anderen Investmentfonds investieren und kombinieren somit Wachstumschancen der Aktienengagements mit Erträgnissen aus festverzinslichen Wertpapieren.

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Der größte historische Verlust (englisch: maximum drawdown) ist eine Kennzahl, die in der Fondsinformation der Erste Asset Management angezeigt wird, sofern ein Fonds seit mindestens drei Jahren existiert.

Sie wird von der Oesterreichischen Kontrollbank AG auf Basis von monatlichen Werten berechnet und stellt den maximalen kumulierten Wertverlust innerhalb der beobachteten Periode dar. Der Wert wird in Prozent dargestellt.

H

Der Name „Hedgefonds“ leitet sich aus der ursprünglichen Strategie ab, ein Portfolio gegen starke Abwärtsbewegungen (Kursrückgänge an den Börsen) abzusichern. Das englische Wort „to hedge“ bedeutet auf Deutsch „absichern“.  Die Möglichkeit sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen zu profitieren zeichnet diese Fonds aus. Es gibt grob betrachtet zwei Arten von Hedgefonds-Strategien: entweder werden viele Anlageklassen eingesetzt oder die Fonds spezialisieren sich auf bestimmte Aktien. Eine zweite Art der Unterscheidung liegt darin, ob die Portfolioentscheidungen fundamental (qualitativ) getroffen werden, oder ob Computermodelle (quantitativ) eingesetzt werden. In Summe betrachtet liegt die Schwankungsfreudigkeit (Volatilität) von Hedgefonds unter jener von traditionellen Aktienfonds. Immer mehr Hedgefonds agieren UCITS-konform und unterliegen damit wie klassische Fonds dem strengen Investmentfondsgesetz. Ein großer Teil unterliegt nach wie vor dem Alternativen Investmentfonds Manager Gesetz (AIFMG).

Unter „Hedging“ versteht man die Absicherung gegen bestimmte Marktrisiken (z. B. Zinsänderungs-, Kurs- oder Wechselkursrisiken). Die Absicherung wird meistens durch derivative Produkte (z. B. Optionen, Futures) erreicht.

Unter dem Begriff „High Yield“ werden Anleihen zusammengefasst, die ein Rating von BB+ (Standard & Poor’s) bzw. Ba1 (Moody’s) oder schlechter aufweisen. Sie besitzen somit eine niedrigere Bonität als Anleihen, die als „Investment Grade“ (Rating von AAA bis BBB-) klassifiziert sind.

In der Regel steht eine niedrigere Bonität für ein höheres Risiko und führt meist dazu, dass „High Yield“-Anleihen eine höhere Effektivverzinsung aufweisen und ihre Wertentwicklung einer höheren Volatilität unterliegt.

Hybridanleihen sind eigenkapitalähnliche, nachrangige Unternehmensanleihen, deren Renditen deutlich höher ist als jene von Senior-Anleihen des gleichen Emittenten.

Das Risiko-Ertragsprofil dieser Anleiheklasse kann zwischen Aktien und vorrangig zu bedienenden Senior-Anleihen angesiedelt werden. Hybridanleihen haben entweder sehr lange Laufzeiten oder gar keine Laufzeitbegrenzung, zudem hat der Emittent verschiedene Kündigungsrechte während der Laufzeit.

Der Ertrag der Anleihe ist an die Gewinn- und Geschäftsentwicklung des Emittenten gekoppelt, Hybridanleihen weisen daher keine feste Ertragsausschüttung aus. Das bedeutet, Kuponzahlungen können ausgesetzt werden. Typischerweise werden sie aber nachgeholt, sobald eine Dividende ausgeschüttet wird.

Die Kuponzahlungen gliedern sich in eine Fixzinsperiode, die zwischen 5 und 12 Jahren ausmacht und in eine variabel verzinste Periode. Wird die Anleihe beim ersten Kündigungstermin nicht zurückbezahlt, geht der Kupon in eine variable Verzinsung über. Die Höhe des variablen Kupons setzt sich aus einem Referenzzins zuzüglich einem Risikoaufschlag zusammen. Bei jedem weiteren Kündigungstermin erhöht sich der Risikoaufschlag auf den Referenzzinssatz, was für den Emittenten den Anreiz zu einer möglichst frühen Tilgung erhöht.

Für den Emittenten haben Hybridemissionen einige Vorteile. Hybridkapital zu emittieren ist weniger kostenintensiv als ein Börsengang oder eine Eigenkapitalerhöhung durch Aktien. Die Kupons von Hybridanleihen sind im Unterschied zu einer Dividende für den Emittenten steuerlich absetzbar und das Rating von Senior-Anleihen wird durch Hybridkapital unterstützt. Die meisten Rating-Agenturen rechnen der Eigenkapitalquote bis zu 50% der Hybridanleihen zu.

 

Spezielle Risiken von Hybridanleihen

Spezielle Kündigungsrechte bei Hybridanleihen

Quelle: ERSTE ASSET MANAGEMENT GMBH. Bitte beachten Sie, dass es sich um allgemeine, idealtypische Aussagen handelt. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben den geschilderten Chancen auch Risiken birgt. Je schlechter die Bonität des Emittenten einer Anleihe ist, umso höher ist das Risiko. Bei Anleihen wirkt sich ein steigendes Zinsniveau auf den Kurswert der Anleihe nachteilig aus. Während der Laufzeit von Anleihen sind Kursschwankungen möglich. Kapitalverluste sind möglich. Bei Hybridanleihen besteht das Risiko eines Totalverlustes. Hybridanleihen weisen keine feste Ertragsausschüttung aus, der Ertrag ist an die Gewinn- und Geschäftssituation des Emittenten gekoppelt.

I

Die Information-Ratio ist eine Kennzahl zur Beurteilung eines Investmentfonds. Diese Kennzahl errechnet sich, indem die von der Benchmark abweichende Fondsperformance durch das Fondsrisiko (ausgedrückt im Tracking-Error) dividiert wird.

Der Tracking-Error gibt die Volatilität der Abweichungen der Fonds- und Benchmark-Performance an und ist eine Messgröße für das Fondsrisiko. Je höher die Information-Ratio ist, desto lohnender war eine vom Index abweichende Investmentstrategie.

Der Investment-Ansatz beschreibt den Prozess, mit dem das Management eines Investmentfonds durchgeführt wird. Dieser beinhaltet den Investment-Stil sowie die Kriterien, nach denen die Auswahl der Vermögenswerte zu erfolgen hat.

Unter dem Begriff „Investment Grade“ werden Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität zusammengefasst. Er beschreibt somit alle Anleihen, die mindestens ein „BBB“-Rating (Standard & Poor‘s) bzw. „Baa“ (Moody‘s) aufweisen. Die beste Bonität repräsentieren Anleihen mit einem „AAA“-Rating (Standard & Poor‘s) bzw. Aaa (Moody‘s).

Investmentfonds sammeln das Anlagekapital der AnlegerInnen ein, um es gemäß ihrer Anlagestrategie in Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Investmentfonds, Sichteinlagen oder kündbare Einlagen, und/oder derivative Instrumente anzulegen.

In rechtlicher Hinsicht handelt es sich um ein Sondervermögen, das aus Wertpapieren besteht, die nach dem Grundsatz der Risikostreuung ausgewählt sind. Das Sondervermögen ist in gleiche Anteile aufgeteilt, die im Miteigentum der AnteilinhaberInnen stehen und von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet werden.

Das Investmentfondsgesetz 2011 (abgekürzt InvFG 2011) ist die Bezeichnung für das „Bundesgesetz über Investmentfonds 2011“. Es regelt Details des Fondsgeschäftes in Österreich, einschließlich der steuerlichen Behandlung. Das Hauptanliegen des InvFG 2011 ist der Schutz der AnlegerInnen. Daher stehen die Aspekte der Sicherheit, des Risikomanagements und die Veröffentlichungsbestimmungen im Vordergrund.

Die International Securities Identification Number (ISIN) ist eine zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination. Sie erlaubt die eindeutige Identifikation eines Wertpapiers, das an der Börse gehandelt wird, auf internationaler Ebene.

J

K

Eine Kapitalanlagegesellschaft (oder Verwaltungsgesellschaft) ist eine Gesellschaft, die aufgrund der – durch die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) erteilte – Konzession zur Verwaltung von Investmentfonds nach dem InvFG 2011 berechtigt ist.

Die Kapitalertragsteuer (KESt) ist eine Abzugsteuer in Höhe von derzeit 27,5% auf inländische und im Inland bezogene ausländische Kapitalerträge. Die KESt wird auf Zinsen, Anleihenkupons und Dividenden abgeführt. Mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 wurde die Besteuerung von Kapitalvermögen neu geregelt und unter anderem auf Wertpapierveräußerungen ausgedehnt. Seit April 2012 unterliegen Veräußerungsgewinne aus Kapitalvermögen der KESt (Kursgewinnsteuer).

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis drückt das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem erzielten Unternehmensgewinn je Aktie aus. Bei einem niedrigen KGV gilt die Aktie als günstig, bei hohem KGV als teuer. Allerdings können gewichtige fundamentale Ursachen (schlechte Ertragslage, miserables Management) für ein niedriges KGV verantwortlich sein. Das KGV errechnet sich nach folgender Formel: KGV = Kurs der Aktie / Gewinn je Aktie.

Das Kundeninformationsdokument (auch „KID“, „KIID“ bzw. „Wesentliche Anlegerinformation“ genannt) ist ein Dokument, das in verständlicher und standardisierter Form die wesentlichen Informationen über einen Investmentfonds beinhaltet (z. B. Ziele, Anlagepolitik und Risikoeinstufung des Fonds, laufende Kosten pro Jahr).

Es muss AnlegerInnen vor einer Investitionsentscheidung zur Verfügung gestellt werden. KIDs sind von Kapitalanlagegesellschaften für jeden Publikumsfonds, den sie verwalten, zu erstellen und unterliegen in Form und Inhalt strikten Vorgaben.

Bei einem Kooperationsfonds handelt es sich um einen Investmentfonds, bei dem die Vermarktung des Fonds ausschließlich durch einen Kooperationspartner (z. B. Sparkassen, andere Finanzinstitute, Vermögensverwaltungen, Versicherungen etc.) erfolgt.

Das Management des Fonds kann entweder durch die Verwaltungsgesellschaft oder durch den Kooperationspartner selbst oder durch einen Dritten erfolgen.

L

Die „Laufenden Kosten“ werden im Kundeninformationsdokument angegeben und umfassen unterschiedliche Zahlungen, die aus dem Fondsvermögen bezahlt wurden.

Dazu zählen unter anderem Zahlungen an die Verwaltungsgesellschaft des Investmentfonds, die Depotbank, allfällige AnlageberaterInnen oder den/die AbschlussprüferIn. Die laufenden Kosten werden mindestens einmal jährlich im Nachhinein errechnet und in Prozent des durchschnittlichen Fondsvermögens angegeben.

Ihre genaue Berechnung wird gesetzlich geregelt.

M

Die Marktkapitalisierung ist der aktuelle Börsenwert eines Unternehmens. Sie wird folgendermaßen berechnet: Anzahl der Aktien x Kurs = Marktkapitalisierung. Häufig wird diese Kennzahl dazu verwendet, um reine Größenvergleiche zwischen Unternehmen anzustellen.

In Bezug auf Kapitalmärkte spricht man bei einer Marktphase über den Zustand eines Kapitalmarkts in einem bestimmten Zeitraum. Hierbei kann es sich um eine Aufwärtsphase (sog. Bullenmarkt oder Hausse), Abwärtsphase (sog. Bärenmarkt oder Baisse) oder Seitwärtsphase handeln.

Die Möglichkeit einer Master/Feeder-Fondskonstruktion wurde in Europa mit Implementierung der UCITS IV-Richtlinie eingeführt. Diese Fondskonstruktion enthält einen Master-Fonds, der gemäß seiner Anlagestrategie in Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Investmentfonds, Sichteinlagen oder kündbare Einlagen und/oder Derivative Instrumente investiert. Zu diesem Master-Fonds können ein oder mehrere Feeder-Fonds vorhanden sein. Die Feeder-Fonds investieren dauerhaft mindestens zu 85% ihres Fondsvermögens in den Master-Fonds. Neben dem Investment in den Master-Fonds dürfen Feeder-Fonds ausschließlich in Sichteinlagen und kündbare Einlagen sowie Derivate zur Absicherung veranlagen.

Diese Lösung bietet sich also dann an, wenn

  • kleinere Fonds mit gleichlautenden Anlagestrategien zu einem Fonds zusammengefasst und die ursprünglichen Fondsnamen erhalten bleiben sollen
  • ein Fonds KundInnen in unterschiedlichen Ländern und/oder Heimatwährungen zugänglich gemacht werden soll, ohne den Fonds in jedem Land vollständig zu replizieren

Der Kapitalanlagegesellschaft ist es durch den Einsatz von Master/Feeder-Konstruktionen also möglich, unterschiedliche Kundenanforderungen effizienter zu bedienen. Das im Vergleich zu mehreren kleinen Investmentfonds größere Wertpapierportfolio eines Master-Fonds kann leichter überblickt, effektiver gesteuert und kosteneffizienter gemanagt werden.

Die Illustration veranschaulicht die Master-Feeder-Konstruktion anhand des ESPA BOND EMERGING MARKETS CORPORATE IG*. Hier werden zwei Spielarten von möglichen Feedern gezeigt.

* Wichtige rechtliche Hinweise
Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle: ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. Unsere Kommunikationssprachen sind Deutsch und Englisch. Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Für die von der ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt. Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie die Wesentliche Anlegerinformation/KID sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com abrufbar und stehen dem interessierten Anleger kostenlos am Sitz der Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen die Wesentliche Anlegerinformation/KID erhältlich ist sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Diese Unterlage dient als zusätzliche Information für unsere Anleger und basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer Anleger hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

Die Darstellung „Min-/Max-Performance“ in der Fondsinformation der Erste Asset Management zeigt den jeweils niedrigsten und höchsten jährlichen Ertrag in Prozent. Die Min-/Max-Performance bezieht sich auf die angeführten Perioden ab Auflage des Fonds.

Die Fondskennzahl „Mittlere Restlaufzeit“ errechnet sich aus dem gewichteten Mittel der Laufzeiten der gehaltenen Anleihen des Fonds vom Bewertungszeitpunkt bis zu ihrer Fälligkeit.

Die Modified Duration einer Anleihe gibt die prozentuelle Änderung des Kurswertes bei einer Renditeänderung von einem Prozentpunkt an. Sie bemisst somit das Zinsänderungsrisiko.

Die Mündelsicherheit von Veranlagungen ist vom Gesetzgeber im InvFG 2011 sowie im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) definiert. Als mündelsicher gelten besonders sichere Anlagen, in denen auch Mündelgeld (Barvermögen, das zum Vermögen einer unter Vormundschaft stehenden Person gehört) angelegt werden darf.

Blogbeiträge zu diesem Thema:

N

Nachrangigkeit bedeutet, dass ein Anleger erst nach Bedienung aller nicht-nachrangigen Schuldtiteln (z. B. Forderungen wie Kredite, nicht nachrangige Anleihen) bedient wird. Würde es also zur Liquidation einer Emittentin kommen (z. B. im Konkursfall), würden zuerst alle nicht-nachrangigen Schuldtitel vollkommen ausbezahlt. Erst danach wird festgestellt ob und in welchem Ausmaß Anleger der nachrangigen Anleihe Geld erhalten. Aufgrund dieses Verlustrisikos ist die Verzinsung von nachrangigen Anleihen von vornherein höher als bei nicht-nachrangigen Anleihen.

siehe Rechenwert

Bezeichnet die Ausschüttung pro Fondsanteil nach Abzug von Steuern.

Auf einem Wertpapier vermerkter Forderungsbetrag, der nicht dem Marktwert des Titels entsprechen muss. Bei festverzinslichen Wertpapieren wird der Nennwert am Ende der Laufzeit an den Gläubiger zurückbezahlt, falls kein anderer Rückzahlungskurs angegeben ist. Auch die Verzinsung von Anleihen bezieht sich auf den Nennwert.

O

Die OeKB-Methode bezeichnet jene Kennzahlen-Berechnungsmethodik, die von der OeKB nach internationalem Vorbild angewandt wird. Sie stellt für Österreichs Kapitalanlagegesellschaften einen Marktstandard dar.

Bei Investmentfonds regelt die OeKB-Methode, wie die Performance berechnet wird, die Risiko- und Ertragsanalyse erfolgt und Risikokennzahlen berechnet werden.

Die OeKB ist eine Spezialbank, deren Hauptaufgabe einerseits die Ausstellung von Exportgarantien und Abwicklung von Exportfinanzierungen ist und die andererseits Informationen über den österreichischen Kapitalmarkt zur Verfügung stellt.

Die OeKB agiert als zentrale Wertpapierverwahrstelle für nahezu alle österreichischen Wertpapiere, betreibt zentrale Datenpools zu österreichischen Wertpapieren, berechnet Analysekennzahlen, vergibt die nationalen Wertpapierkennnummern (ISINs) und fungiert als Meldestelle nach dem Kapitalmarktgesetz.

Darüber hinaus bietet sie Informationsdienstleistungen zu in- und ausländischen Aktien-, Anleihen- und Fondsdaten und versorgt nahezu alle wesentlichen Marktteilnehmer mit Finanzdaten und Kennzahlen.

OGAW ist die Abkürzung für „Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“ (engl. UCITS oder Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities) und bezeichnet einen richtlinienkonformen Investmentfonds nach der EU-Richtlinie 2009/65/EG.

OGAW sind in allen Ländern gleich ausgestaltet und können auch im europäischen Ausland vertrieben werden.

Als ordentlichen Ertrag bezeichnet man jene Zinsen und Dividenden, die dem Fonds zufließen und die in der Regel abzüglich der Verwaltungsgebühren (und gegebenenfalls nach Verlustverrechnung) zur Auszahlung gelangen bzw. wiederveranlagt werden. Der ordentliche Ertrag unterscheidet sich vom außerordentlichen Ertrag (Substanzgewinn).

Auftrag zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

P

Unter Pensionsgeschäft („Repurchase Agreement“ oder kurz „Repo“) versteht man den Kauf eines Vermögensgegenstandes mit gleichzeitiger Vereinbarung des Rückkaufs zu einem späteren Termin. Die Laufzeit liegt in der Regel zwischen einem Tag und einem Jahr.

Die Performance misst die Wertentwicklung eines Investments oder eines Portfolios. Bei Investmentfonds stellt dies in der Regel die prozentuale Veränderung des Rechenwerts (Nettoinventarwert, NAV) dar.

In Österreich gebräuchlich ist die Berechnungsmethode der Österreichische Kontrollbank (OeKB). Danach ist die Wertentwicklung die Veränderung des Anteilpreises in einer Periode.

Basis der Berechnung ist der von der Kapitalanlagegesellschaft bekannt gegebene sogenannte „errechnete Wert“ eines Fonds unter Berücksichtigung von Ausschüttungen. Steuern und Kosten, die nicht bereits im errechneten Wert enthalten sind, bleiben unberücksichtigt.

Unter einem Portfolio versteht man den (Gesamt-)Bestand an Wertpapieren, der im Besitz einer Gesellschaft oder einer Person steht und meist eine Veranlagungsstrategie abbildet.

Ein Fonds stellt auch ein Portfolio dar und besteht aus mehreren unterschiedlichen Vermögensgegenständen (z. B. Anleihen, Aktien, Fonds, Sichteinlagen etc.), die vom Fondsmanager auf Basis der Fondsbestimmungen und Fondsstrategie ausgewählt werden.

Der Prospekt enthält zur Beurteilung der Anlage wesentliche Informationen wie z. B. die von der Finanzmarktaufsicht genehmigten Fondsbestimmungen sowie Erläuterungen zum Risikoprofil des Investmentfonds. Ändern sich wesentliche Angaben zum betreffenden Investmentfonds, so wird der Prospekt aktualisiert.

Sie finden alle Prospekte zu Publikumsfonds der Erste Asset Management auf unserer Website www.erste-am.at.

Publikumsfonds sind Investmentfonds für private und institutionelle Anleger. Die Anteile an Publikumsfonds können grundsätzlich jederzeit erworben und zurückgegeben werden. Bei Publikumsfonds wird grundsätzlich zwischen OGAW und AIF unterschieden.

Q - es gibt noch keine Bezeichnung für diesen Buchstaben

R

Ein Rating ist eine Beurteilung der Bonität eines Unternehmens oder eines Landes durch darauf spezialisierte Ratingagenturen. Die bekanntesten Agenturen sind Standard & Poor´s (S&P), Moody’s und Fitch Ratings.

Das Rating wird meist durch Buchstaben ausgedrückt und soll den GläubigerInnen bzw. AnleihenkäuferInnen eine Einschätzung darüber liefern, wie sicher die Zinszahlungen geleistet und das Kapital zurückgezahlt werden kann. Das Rating wird in regelmäßigen Abständen erneuert und gegebenenfalls angepasst.

Bei S&P ist das beste erzielbare Rating beispielsweise ein AAA, das anschließend in AA, A, BBB, BB, B, CCC, CC, C und schließlich D abgestuft wird. Die Ratings von AAA bis BBB werden als Investment Grade bezeichnet, eine Grenze, bis zu der viele institutionelle Investoren kaufen dürfen.

Bei einem Rating von BB oder schlechter gilt ein Unternehmen bzw. ein Land bereits als spekulativ. Dieser Bereich heißt Non-Investmentgrade bzw. High-Yield .

Über jedes Rechnungsjahr eines Investmentfonds erstellt die Verwaltungsgesellschaft (d. h. die Kapitalanlagesellschaft) einen Rechenschaftsbericht. Die Inhalte des Rechenschaftsberichts sind durch das Investmentfondsgesetz bzw. das Alternative Investmentfonds Manager-Gesetz vorgegeben.

Damit kann sich der/die AnlegerIn einen guten Überblick darüber verschaffen, wie das Vermögen des Investmentfonds im letzten Jahr verwaltet wurde. Weiters umfasst der Rechenschaftsbericht neben dem Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers den Bericht des Fondsmanagers und die steuerliche Behandlung der jeweiligen Anteilsklassen.

Der Rechenwert (auch Net Asset Value, NAV oder Inventarwert genannt) wird ermittelt, indem der Wert aller Vermögenswerte des Fonds (abzüglich etwaiger Verbindlichkeiten) durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile geteilt wird. Er entspricht somit dem Wert eines Fondsanteils. Der Rechenwert wird in der Regel börsentäglich ermittelt und veröffentlicht.

Rechnet man den Ausgabeaufschlag (AGA) zum Rechenwert hinzu, erhält man den Ausgabepreis. Durch den Abzug etwaiger Rücknahmegebühren vom Rechenwert wird der Rücknahmepreis ermittelt.

Die Rendite (auf Endfälligkeit) einer Anleihe gibt an, welchen jährlichen Ertrag in Prozent ein(e) AnlegerIn erzielt, wenn er/sie eine Anleihe zum aktuellen Marktkurs kauft, alle Zinszahlungen kassiert (diese wiederum gleich zur Ursprungsrendite reinvestiert) und per Endfälligkeit die Tilgung zu 100% erfolgt. Damit können Anleihen von prinzipiell gleicher Güte (Kreditqualität), aber mit unterschiedlicher Ausgestaltung (Laufzeit, Kuponhöhe, Preis etc) miteinander verglichen werden.

Die durchschnittliche Wertpapier-Rendite eines Anleihenportfolios gibt Aufschluss über die Rendite der in der Berechnung berücksichtigten Wertpapiere.

Der Risikoaufschlag (Spread) misst die Renditedifferenz einer Anleihe mit Kreditrisiko im Vergleich zu einer laufzeitkonformen risikolosen Anleihe (Anleihe ohne Kreditrisiko).

Das Risikoprofil ist das Ergebnis der eingehenden Analyse der Vermögenssituation, des Anlagehorizonts sowie der Risikobereitschaft eines/r Anlegers/in.

Dabei wird meist zwischen den Kategorien geringes, mittleres und hohes Risiko unterschieden oder der/die Anleger/in als risikoavers, risikoneutral oder risikofreudig eingestuft.

Die Risikostreuung ist ein Grundprinzip von Investmentfonds. Durch die bewusste Streuung der Veranlagungen auf unterschiedliche Wertpapiere, Emittenten, Märkte, Währungen, Laufzeiten, etc. wird das Risiko verteilt.

Idealerweise können damit Verluste eines Wertpapiers durch gleichzeitige Gewinne anderer Wertpapiere kompensiert werden.

Betriebswirtschaftliche Kennzahl für die Rentabilität des eingesetzten Kapitals. Sie ergibt sich aus dem Quotienten aus dem Betriebsergebnis vor oder nach Steuern und dem Gesamtkapital abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten und liquider Mittel. Die Kennzahl Return on Investment (ROI) beschreibt dagegen die Gesamtkapitalrentabilität.

Return on Equity (abgekürzt: ROE) ist die englische Bezeichnung für die Eigenkapitalrendite bzw. die Eigenkapitalrentabilität. Der Return on Equity ist der Quotient aus dem Gewinn und dem Eigenkapital. Dabei ist der Gewinn gleichzusetzen mit dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres und das Eigenkapital der Buchwert des Eigenkapitals zu Beginn des Geschäftsjahres. Es ist eine Kennziffer zur Ertragslage eines Unternehmens (oder auch eines Kreditinstituts), die das Ergebnis (Jahresüberschuss) im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt.

Der Rücknahmepreis entspricht dem Rechenwert abzüglich allfälliger Rücknahmegebühren, meist abgerundet auf ganze Euro oder Cent (je nach Fondsbestimmungen).

S

Der s Fonds Plan ist eine Veranlagungsform, bei der regelmäßig ein vordefinierter Betrag in einen bestimmten (von dem/r AnlegerIn festgelegten) Investmentfonds einbezahlt wird.

Die Sharpe-Ratio ist eine Kennzahl, die die erzielte Rendite einer Veranlagung ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko setzt. Hierzu wird von der erzielten Rendite der risikolose Zinssatz abgezogen (den man mit einer risikofreien Veranlagung wie etwa einem Sparbuch bekommen hätte) und dieser reduzierte Ertrag wird durch die Volatilität der Veranlagung (die Wertschwankungen) dividiert.

Als Ergebnis erhält man den Ertrag pro Risikoeinheit. Je höher dieser Wert ausfällt, desto eher wird das übernommene Risiko abgegolten.

Eine negative Sharpe-Ratio zeigt an, dass der risikolose Zinssatz nicht übertroffen wurde. Für einen Vergleich besitzt eine Sharpe-Ratio im negativen Bereich nur sehr eingeschränkt Aussagekraft.

Bei einer Short-Position (auf Deutsch: Leerverkauf) wird ein Wertpapier verkauft („geshortet“), das der/die VerkäuferIn physisch nicht besitzt.

Der/Die VerkäuferIn profitiert im Fall von Kursrückgängen des leerverkauften Wertpapiers, da es dann billiger zurückgekauft werden kann.

Investmentfonds gemäß InvFG 2011 werden als Sondervermögen aufgelegt.

Das durch die Ausgabe von Investmentfondsanteilen durch die Kapitalanlagegesellschaft eingelegte Kapital der Anteilinhaber und die damit angeschafften Vermögensgegenstände werden von der Kapitalanlagegesellschaft verwaltet und von einer ihr unabhängigen Verwahrstelle verwahrt.

Die Kapitalanlagegesellschaft handelt dabei im eigenen Namen auf Rechnung der Anteilinhaber. Der Anteilinhaber ist somit bei Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft vor dem Verlust seines Vermögens geschützt.

Der Spezialfonds ist ein Investmentfonds gemäß InvFG 2011, der vorrangig von juristischen Personen, in der Regel institutionelle Anleger wie z. B. Versicherungen, Stiftungen, Banken etc., erworben wird.

Darüber hinaus ist es auch natürlichen Personen – privaten Anlegern – möglich, mit einer Mindestinvestitionssumme von 250.000,- Euro einen Spezialfonds zu erwerben. Der Spezialfonds darf von nicht mehr als 10 Anteilinhabern, die der Verwaltungsgesellschaft bekannt sein müssen, gehalten werden.

Als Spread (Risikoaufschlag) wird die Renditedifferenz zwischen einer Anleihe mit Kreditrisiko im Vergleich zu einer laufzeitkonformen risikolosen Anleihe bezeichnet. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir an eine bestimmte 5-jährige Unternehmensanleihe weist eine Rendite von 3% aus und die Rendite einer 5-jährigen Staatsanleihe (ohne Kreditrisiko) beträgt 1%. Die Differenz zwischen beiden Renditen ergibt einen Spread (Risikoaufschlag) von 2%. Dieser Risikoaufschlag dient als Kompensation für das Kreditrisiko dieser Anleihe.

Blogbeiträge zu diesem Thema:

Die Spread-Duration misst die zu erwartende Kursänderung einer Anleihe (oder eines Anleihefonds), die durch eine Veränderung in der Höhe des Risikoaufschlags (Spread) ausgelöst wird. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir an die Spread-Duration für eine bestimmte Unternehmensanleihe beträgt 4 Jahre. Sinkt der Risikoaufschlag der Anleihe von 250 Basispunkten auf 150 Basispunkte (entspricht einem Spread-Rückgang von 100 Basispunkten oder 1 Prozentpunkt), so würde der Kurs dieser Anleihe ceteris paribus um 4% ansteigen. Die Spread-Duration darf nicht mit der Modified Duration als Kennzahl verwechselt werden. Die Modified Duration gibt die Sensitivität einer Anleihe auf die Zinsänderung an. Die Spread-Duration gibt die Sensitivität einer Anleihe auf die Änderung des Spreads (Risikoaufschlags) an. 

Socially Responsible Investing (SRI) bezeichnet jenen Investment-Ansatz, der bei nachhaltigen Veranlagungen zur Anwendung kommt und neben den wirtschaftlichen Anlagezielen auch ethische Wertvorstellungen berücksichtigt.

Blogbeiträge zu diesem Thema:

Die Einteilung der Investmentfonds auf die drei verschiedenen Risikostufen (geringes Risiko, mittleres Risiko, hohes Risiko) erfolgt anhand des „SRRI“. SRRI steht für „Synthetic Risk and Reward Indicator“. Die Berechnung erfolgt auf Basis der europäischen und österreichischen regulatorischen Vorschriften. Dieser Indikator ist integraler Bestandteil der „wesentlichen Anlegerinformationen“ (KID: Key Investor Document) und gibt die Höhe der historischen Schwankungen des Fondsanteilspreises auf einer Skala von 1 bis 7 an.

Investmentfonds mit einem niedrigen SRRI weisen typischerweise geringere Kursschwankungen und damit eine geringere Wahrscheinlichkeit von zwischenzeitigen Kapitalverlusten auf. Fonds mit einem hohen SRRI unterliegen höheren Schwankungen und auch einem höheren Risiko, Kapitalverluste zu erleiden.

  • Die Einstufung des Fonds stellt keinen verlässlichen Hinweis auf die künftige Entwicklung dar und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
  • Eine Einstufung in Kategorie 1 bedeutet nicht, dass es sich um eine risikofreie Anlage handelt.
  • Der Risikoindikator (SRRI) wird für jeden unserer Fonds auf unserer Website, dem Factsheet sowie im KID angeführt.
tabelle srri risikostufen volatilitaetsintervalle

Berechnungsmethode des SRRI

Die Volatilität („Kursschwankungsfreudigkeit“) wird auf Basis von wöchentlichen Daten („Renditen“) des Investmentfonds über die vergangenen fünf Jahre ermittelt. Wenn die Historie des Investmentfonds zu kurz ist, können die Wertentwicklung eines Vergleichsvermögens oder alternative vom Gesetzgeber vorgegebene Methoden für die Ermittlung des SRRI herangezogen werden. Im Falle einer Ausschüttung von Erträgen werden diese bei der Berechnung mit berücksichtigt. Die Volatilität sowie der SRRI als Risikokennzahl unterscheiden nicht zwischen der Richtung der Schwankungen, sondern geben die allgemeine Schwankungsfreudigkeit wieder. Eine Volatilität von 3,0% bedeutet beispielsweise, dass der Wert des entsprechenden Investmentfonds über die letzten fünf Jahre gesehen im Durchschnitt auf Jahresbasis bis zu plus/minus 3,0% schwankte.

Der SRI ist ein standardisierter Risikoindikator der sowohl die Volatilität eines Finanzinstruments (Marktrisiko) als auch die Bonität des Emittenten berücksichtigt (Kreditrisiko).
Bei Investmentfonds fließt nur das Marktrisiko in die Berechnung ein, da Investmentfonds gemäß InvFG 2011 als Sondervermögen aufgelegt werden und daher die Bonität der verwaltenden Gesellschaft keinen Einfluss hat. Eine Ausnahme bei der Berechnung des SRI bilden sogenannte „Garantiefonds“, da bei diesen Fonds die Garantie durch ein externes Kreditinstitut gewährt wird, dessen Bonität in der Berechnung des SRI berücksichtigt wird.

Als Ergebnis dieser Kombination gibt es eine Einstufung auf einer 7-teiligen Skala, wobei 1 das geringste und 7 das höchste Risiko darstellt. Die Abstufungen innerhalb der 7-teiligen Skala stimmen nicht mit der 7-teiligen Skala des SRRIs überein.

T

Technische Indikatoren sind Instrumente der Wertpapieranalyse, welche für Trendverläufe oder die Bestimmung des „optimalen“ Einstiegs- bzw. Verkaufszeitpunkt verwendet werden.

Bei thesaurierenden Anteilscheinklassen werden die erwirtschafteten Erträge im Fonds durch den Fondsmanager wiederveranlagt. Der/Die AnlegerIn erhält somit keinen laufenden jährlichen Ertrag in Form einer Ausschüttung, sondern partizipiert an der Wertsteigerung des Fondsvermögens.

Der Tracking Error gibt die Höhe der Abweichungen zwischen der Rendite des Fonds und einer Benchmark (Vergleichsindex) an und ist eine Messgröße für das aktive Risiko eines Investmentfonds. Je höher der Tracking Error ist, desto größer sind die Abweichungen zu einer Benchmark und desto aktiver wird der Fonds gemanagt.

Ein Fonds, der aus unterschiedlichen Tranchen besteht, wird als Tranchenfonds bezeichnet. Die jeweiligen Tranchen können sich durch ihr Gebührenmodell, Mindestinvestitionssummen, Zielpublikum oder die Anteilscheinwährung unterscheiden. Anteilscheine mit unterschiedlicher Ertragsverwendung (z.B. ausschüttend oder thesaurierend) sind innerhalb einer Tranche möglich. Die Wertenwicklung der unterschiedlichen Tranchen kann sich unterscheiden. Jede Tranche ist anteilig am Wertpapierbestand beteiligt.

Transaktionskosten sind die Spesen, die in einem Investmentfonds bei Kauf- oder Verkauf von Wertpapieren entstehen.

U - Es gibt noch keine Bezeichnung für diesen Buchstaben

V

Bei der Value at Risk (VaR)-Berechnung wird abgeschätzt, wie hoch das Verlustpotenzial (= „Value at Risk“) eines Portfolios oder Investmentfonds ist. Dabei werden Verlustpotenziale mit Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Halteperioden verknüpft.

Eine typische Aussage würde lauten: „Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% wird das investierte Portfolio innerhalb von 20 Tagen nicht mehr als den Betrag (=VaR) von EUR XX.XX verlieren“.

Wertstellungstag, mit dem eine Überweisung auf ein Konto oder von einem Konto durchgeführt wird. Mit dem Valuta-Datum beginnt die Verzinsung für eine Gutschrift oder Belastung auf einem Konto.

Alternativ zu Investmentfonds und der Eigenveranlagung kann ein(e) KundIn seine Wertpapiere in Form einer Vermögensverwaltung managen lassen. Hierzu wird ein Vermögensverwaltungsvertrag aufgesetzt, der die Veranlagungsrichtlinien und das Entgelt der Verwaltung regelt. Im Rahmen der aufgestellten Richtlinien wird das Vermögen ohne Rücksprache mit dem/r KundIn direkt auf seinem/ihrem Depot verwaltet.

Das Investmentfondsgesetz sieht vor, dass ein Investmentfonds mit einem anderen verschmolzen werden kann. Voraussetzung dazu sind die Genehmigung der Finanzmarktaufsicht und eine entsprechende Ankündigung. Bei der Verschmelzung wird das Vermögen eines Fonds auf das eines anderen Fonds übertragen. Der übertragende Fonds besteht danach nicht weiter. Entsprechend den Vermögen der beiden Fonds wird das Bezugsverhältnis festgelegt und AnteilinhaberInnen des übertragenden Fonds werden zu AnteilinhaberInnen des übernehmenden (verschmolzenen) Fonds. Eine Verschmelzung gilt aus Sicht der AnteilinhaberInnen steuerlich nicht als Veräußerung.

Eine Kapitalanlagegesellschaft (oder Verwaltungsgesellschaft) ist eine Gesellschaft, die aufgrund der – durch die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) erteilte – Konzession zur Verwaltung von Investmentfonds nach dem InvFG 2011 berechtigt ist.

Der Begriff der Volatilität bezeichnet in der Statistik die Schwankungsfreudigkeit von “Zeitreihen”. In der Finanzwirtschaft dient sie als Maß für das Risiko einer Kapitalanlage. Als Basis für die Berechnung werden die historischen Abweichungen vom Mittelwert der monatlichen Wertentwicklung eines Fonds ermittelt. Je größer die Abweichungen, umso höher die Volatilität.

Bei thesaurierenden Anteilscheinklassen werden die erwirtschafteten Erträge automatisch wiederveranlagt, es wird nur die angefallene österreichische Kapitalertragssteuer (KESt) ausgeschüttet. Bei vollthesaurierenden Anteilscheinklassen erfolgt keine KESt-Ausschüttung, diese werden daher in Österreich, insbesondere für Privatanleger, nicht angeboten.

W

Währungssicherung bedeutet die Absicherung der in einem Investmentfonds entstehenden Fremdwährungsrisiken.

Werterhalt (oder realer Kapitalerhalt) bedeutet, dass der Wert des von dem/der Anleger/in eingezahlten Kapitals um die Inflation bereinigt erhalten bleibt.

Blogbeiträge zu diesem Thema:

Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die ein privates Recht verbrieft, wie etwa die Miteigentümerschaft an einem Unternehmen (z. B. Aktie). Voraussetzung für die Ausübung des Vermögensrechts ist der Besitz der Urkunde. Wertpapiere, die an einer Börse gehandelt werden, bezeichnet man auch als Effekten.

Blogbeiträge zu diesem Thema:

Die Wertpapierkennnummer (WKN, vereinzelt auch WPKN oder WPK abgekürzt) ist eine sechsstellige Ziffern- und Buchstabenkombination zur Identifizierung von Wertpapieren. Ebenfalls gebräuchlich ist die internationale Variante namens ISIN.

X - Es gibt noch keine Bezeichnung für diesen Buchstaben

Y

Rendite bis Kündigung

Hier wird für die Berechnung des internen Zinsfußes angenommen, dass die Anleihe am ersten möglichen Kündigungstermin getilgt wird. Cash Flows nach dem Kündigungstermin werden in der Renditeberechnung nicht berücksichtigt.

Rendite bis Endfälligkeit

Diese Kennzahl errechnet sich als interner Zinsfuß auf die versprechenen Cash Flows bis Endfälligkeit der Anleihe.

Yield-to-Worst bedeutet sinngemäß: „Rendite bis zum schlechtesten Zeitpunkt“. Die Renditeberechnung der Wertpapiere im Portfolio bezieht sich dabei auf die niedrigere Rendite-Kennzahl von folgenden beiden Berechnungsmethoden: Yield-to-Call und Yield-to-Maturity.

Z

Die Kennzahl gibt Auskunft darüber, wie gut ein Unternehmen in der Lage ist, seine Zinsen zu bedienen. Je höher der Grad der Zinsdeckung ist, umso besser können die Zinsen aus dem im operativen Geschäft erwirtschafteten Ergebnis – dem EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) – bezahlt werden.