Liquiditätsmanagement-Instrumente (LMTs)
Investmentfonds müssen jederzeit in der Lage sein, Anteilinhaber:innen auszuzahlen, wenn diese ihre Fondsanteile zurückgeben. Um das sicherzustellen, verlangen sowohl die UCITS-Richtlinie als auch die AIFM-Richtlinie und nationale Gesetze ein professionelles und vorausschauendes Liquiditätsmanagement. Liquiditätsmanagement-Instrumente sind Teil dieses Liquiditätsmanagements. Sie sollen sicherstellen, dass:
- auch in einem schwierigen Marktumfeld Rücknahmen unter Berücksichtigung der Interessen der Anteilinhaber:innen bedient werden können
- Vermögenswerte nicht unter dem Wert verkauft werden müssen
- alle Anteilinhaber:innen fair behandelt werden
Zu diesen Instrumenten zählen:
- Aussetzung
- Rücknahmebeschränkung (Gating)
- Verlängerung der Kündigungsfrist
- Rückgabegebühr
- Swing Pricing
- Dual Pricing
- Verwässerungsschutzgebühr
- Sachauskehr
- Abspaltung illiquider Anlagen
Der Einsatz dieser Instrumente ist nur bei außergewöhnlichen Marktsituationen vorgesehen. Jede Verwaltungsgesellschaft ist verpflichtet, passende Liquiditätsmanagement-Instrumente für ihre Investmentfonds vorzusehen.