EM Corporate Bond Newsletter

April 2026

Monatsreport des Fondsmanagements

Im März sorgte die Iran-Krise für eine Ausweitung der Risikoaufschläge und höhere Renditen. Die Ausweitung betrug etwas über 20 Basispunkte, die absolute Performance der Assetklasse lag um die -2,2%. Die US-Renditen schossen in einer fast parallelen Bewegung um rund 40 Basispunkte höher und trugen zur negativen Performance signifikant bei. 

 

Makroübersicht

Bei den Industriemetallen schwächten sich Zick und Kupfer leicht ab, bei den Edelmetallen war die Korrektur am Gold- und Silbermarkt stärker, da hier u.a. spekulative Positionen geschlossen wurden. Grundsätzlich hat eine potenziell höhere Inflation eine positive Wirkung auf reale Vermögenswerte, von daher überraschte oberflächlich betrachtet die Schwäche des Goldes. Zurückzuführen ist dieser Umstand aber auf Teilverkäufe von Zentralbanken (wie in der Türkei), die das Geld für die Stützung der eigenen Währung benötigten.

Aluminium und Chemikalien stiegen an, da der Krieg die Lieferkapazitäten an Öl sowie Gas als Basisstoffe aus dem Nahen-Osten einschränkte. 

Die neusten US-Makrozahlen berichteten über eine Wachstumsverlangsamung der US-Wirtschaft. Der private Verbrauch wächst real kaum mehr – Konsument:innen sind wegen des schwächelnden Arbeitsmarktes (Mangel an neuen Stelleangeboten, siehe Grafik 1) und wegen der höheren Preise (vornehmlich an der Zapfsäule) durch den Iran-Konflikt verunsichert. Die höheren Öl- und Spritpreise könnten zu höheren Preise für Nahrungsmittel, Waren und Dienstleistungen führen, womit es zu einem realen Einkommensverlust kommt – diese Entwicklung würde das Stagflationsszenario verstärken.

Grafik 1: US-Arbeitsmarkt - es fallen verstärkt Stellen weg

Quelle: US Bureau of Labor Statistics, Robert Lawrence, Datawrapper. Januar und Februar 2026 sind vorläufige Daten. Daten per 28.2.2026

Die US-Notenbank wird laut Aussagen von unterschiedlichen FED-Mitgliedern die Sekundäreffekte des Preisschocks abwarten und beobachten, ob diese dann in höhere Inflationserwartungen münden könnten.

Dieser Entwicklung folgend, schwankte der Anleihenmarkt zwischen Inflations- und Wachstumssorgen. Die Korrelation der Bewegung zwischen Risikoaufschlägen bei Unternehmensanleihen und Staatsanleihen als sichere Häfen ging stark nach oben, womit Staatsanleihen in diesem Umfeld kein stabilisierendes Element waren.

Emerging Markets Übersicht

Der Konflikt im Iran trifft auf eine – vorerst – robuste, chinesische Wirtschaft. Sämtliche Wirtschaftsindikatoren wie Konsumausgaben, Industrieproduktion und Einkaufsmanager-Indizes waren besser als erwartet, die Inflation tickte auch leicht nach oben. China versucht eine neutrale Position in diesem Konflikt einzunehmen, jedoch gibt es zahlreiche Medienberichte zu chinesischen Unternehmen, die mittels KI-Funksprüche des US-Militärs zur Unterstützung des Irans knacken würden. Der Wahrheitsgehalt ist schwierig zu ermitteln, zumal solche Berichte auch von Trump-freundlichen Medien wie Fox stammen (Quelle: Fox News).

Tatsache ist, dass China Ölimporteuer und dazu der größte Abnehmer von iranischem Öl ist. Das wird in der US-Kriegsplanung sicher mitberücksichtigt, nachdem man mit der Zollpolitik bei China bisher wenig erreicht hat. 

Den Ölpreisschock versuchen viele Emerging Markets zunächst mit administrativen und fiskalischen Maßnahmen zu dämpfen. Der IWF warnte hingegen, dass der Spielraum für zahlreiche Staaten (global gesehen) aufgrund hoher Staatsschulden eher gering sei.

Und so litten die Ratings - das bedeutet - die Risikoaufschläge einiger Öl-importierender Länder stiegen zuletzt stärker an. Darunter befanden sich die Türkei, die Elfenbeinküste oder Länder aus Zentralamerika bzw. der Karibik, wie Guatemala, Costa Rica und die Dominikanische Republik.

Argentinien profitierte bisher von den hohen Rohstoffpreisen (Öl, Gas, Sojabohnen u.a.). Die ungleiche Wirtschaftsentwicklung wirft jedoch erste Schatten, denn die Industriesektoren leiden unter dem relativ starken Peso und haben begonnen, die Belegschaft zu reduzieren.  Darüber hinaus ließen auch neuerliche Korruptionsvorwürfe die Zustimmung Mileis stark fallen. Das ist eine Entwicklung, die wir derzeit sehr engmaschig beobachten, da wir durch die bisher positive Entwicklung in Argentinien stärker positioniert sind und der Performancebeitrag durch den hohen Carry-Effekt auch recht positiv war.

Überblick EM-Unternehmen

Die höheren Energiepreise und anderer Rohmaterialen werden zu einem Anstieg der Produktionskosten in nahezu allen Sektoren führen. Auch im Bergbau macht die Energie einen erheblichen Teil der Kosten aus (siehe Grafik 2), somit ist es für viele Unternehmen in den Emerging Markets wichtig, dass die Rohstoffpreise weiter stark bleiben.

Und so waren Energiefirmen generell und Chemiefirmen aus Lateinamerika (wie berichtet, ein Teil der Konkurrenz aus Asien produziert nicht oder deutlich weniger) bisher die Gewinner des Iran-Konflikts.

Grafik 2: Kostenkomponenten bei Metallen

Ausblick & Performance

Der Konflikt, die Intensität und Irans Reaktion kamen auch für uns überraschend. Wir reduzierten Titel in zyklischen Branchen und Hochzins-Anleihen mit Blick auf die zu erwartende Wirtschaftsschwäche und um Handlungsfähigkeit bei einem möglichen Liquiditätsbedarf sicher zu stellen. 

Man muss aber festhalten, dass in so einer Marktlage eine selektive Regionen- oder Sektorallokation mitunter nicht den Diversifikationseffekt liefert, den man sonst erwarten kann. So waren wir im Nahen-Osten untergewichtet – die Anleihen liefen jedoch nicht wesentlich schwächer als Anleihen aus Mexiko oder Chile.  AT-1 Bankenanleihen aus dem Nahen Osten zeigten ein ähnliches Verhalten. Die größte Herausforderung lag jedoch in der höchst dynamischen Nachrichtenlage – denn diese blieb oft widersprüchlich oder wechselte in den täglichen Tweets die Aussage oder den Informationsstand.

Bemerkenswert war hingegen, wie stabil Hochzins-Anleihen in so einem Umfeld geblieben waren. Sie korrigierten um lediglich 1-3 Basispunkte und verhielten sich ähnlich wie 7 bis 10-jährige BBB-Anleihen. Als langjähriger Marktteilnehmer machen solche Entwicklungen schon nachdenklich, zumal sämtliche Märkte aktuell von politischen Nachrichten und der damit verbundenen Stimmung, maßgeblich beeinflusst werden. Da finden fundamentale Themen wenig Gehör. Die Performance des Fonds lag im März im Bereich der Benchmark und war damit Markt-neutral.

Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken.

Performancechancen für die Fonds:

  • Rasches Ende des Nahost-Konfliktes mit dem Iran und Öffnung der Straße von Hormuz können zu einer Erleichterungsrallye führen

     

Performancerisiken für die Fonds:

  • Die aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen könnten zu einer Stagflation führen – mit negativen Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum, Zinspolitik der Zentralbanken und Unternehmensgewinne 

Übersicht Performance

ERSTE BOND EM CORPORATE

Hinweis: Performancedarstellung seit Fondsbeginn. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung der Fonds zu. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.

Institutional Anteilsklassen

AT0000A1W4B7 = Ausschütter
AT0000A1W4C5 = Vollthesaurierer

Retail Anteilsklassen

AT0000A05HQ5 = Ausschütter
AT0000A05HS1 = Vollthesaurierer

ERSTE BOND EM CORPORATE IG

Hinweis: Performancedarstellung seit Fondsbeginn. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung der Fonds zu. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.

Institutional Anteilsklassen

AT0000A1Y9D0 = Ausschütter
AT0000A1Y9H1 = Vollthesaurierer

Retail Anteilsklassen

AT0000A0WJX7= Ausschütter
AT0000A0WJZ2 = Vollthesaurierer

ERSTE RESPONSIBLE BOND EM CORPORATE

Hinweis: Performancedarstellung seit Fondsbeginn. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung der Fonds zu. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.

Institutional Anteilsklassen

AT0000A1PY56 = Ausschütter
AT0000A2MKX2 = Vollthesaurierer

Retail Anteilsklassen

AT0000A13EF9 = Ausschütter
AT0000A13EH5 = Vollthesaurierer

Übersicht Performancebeiträge in %

Performance-Beiträge auf Länderebene

(relativ zur Benchmark)

Performance-Beiträge auf Titelebene

(relativ zur Benchmark)

Quelle: Erste AM; Berechnungszeitraum März 2026; Beitrag zu Brutto-Überschussrenditen in %, Fonds: ERSTE BOND EM CORPORATE, Benchmark: J.P.Morgan CEMBI Broad Diversified Composite Index hedged in EUR; Bruttoperformancedaten (ohne Abzug der Verwaltungsgebühr); Die hier angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlageempfehlung dar. Im Rahmen des aktiven Managements können sich die genannten Portfoliopositionierungen jederzeit ändern. 

Fondsmanagement

Lead-Manager Péter Varga

...ist seit 2005 im Credits-Team der Erste Asset Management. Als Senior Professional Fund Manager verantwortet er im Team verschiedene Emerging-Market-Unternehmensanleihen-Strategien. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Investmenterfahrung. Vor seinem Eintritt im Unternehmen war Péter Varga bei Union Investment (Frankfurt/M.) für Convertible-Bond- sowie Unternehmensanleihenfonds und das Management von zwei Total-Return-Fonds zuständig.

Co-Manager Thomas Oposich

...ist Senior Fondsmanager im Rentenbereich der Erste Asset Management. Sein derzeitiger Schwerpunkt liegt auf Emerging-Markets-Unternehmensanleihen. Thomas Oposich ist im Unternehmen seit 2005. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Anleihenmanagement. Während seiner beruflichen Laufbahn verantwortete er ein breites Spektrum an Anleihenfonds bestehend aus amerikanischen Staats-, Geldmarkt- und Unternehmensanleihen, sowie Mortgage-Backed Securities und  Euro-Staatsanleihen.

Co-Manager Agne Loibl

...ist seit 2010 in der Erste Asset Management tätig. Als Senior Fund Manager ist sie im Team Credits für den Bereich Emerging-Market-Investment Grade-Unternehmensanleihen sowie für die asiatischen Märkte verantwortlich. Agne Loibl verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bereich Credits. Sie begann ihre Karriere im Research von ESMT Customized Solutions in Berlin und wechselte 2007 in den Bereich Risikomanagement Securitisations in der Erste Bank. 

Relevante Neuemissionen

Keine Emissionen gezeichnet

Überblick Erste AM EM Corporate Strategien

Quelle: Erste Asset Management; Daten per 31.3.2026

Ratings

Für eine weitere Analyse können Sie unseren Fonds einsehen auf:

Morning Star Rating:                4 Stars
Morning Star Sust. Globes:     3 Globes
Scope Rating:                           A – 69/100

Allgemeine Hinweise zu den genannten Fonds

Wichtige rechtliche Hinweise

Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW-Fonds oder „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ des Alternative Investment Fonds und das Basisinformationsblatt (BIB), bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen.

Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle Erste Asset Management GmbH. Unsere Kommunikationssprachen sind Deutsch und Englisch.

Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und veröffentlicht. Für die von der Erste Asset Management GmbH verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt. Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie das Basisinformationsblatt sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com jeweils in der Rubrik Pflichtveröffentlichungen abrufbar und stehen dem/der interessierten Anleger:in kostenlos am Sitz der Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen der Prospekt bzw. die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ und das Basisinformationsblatt erhältlich sind, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage www.erste-am.com/investor-rights abrufbar sowie bei der Verwaltungsgesellschaft erhältlich.

Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb von Anteilscheinen im Ausland getroffen hat, unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben wieder aufzuheben.

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Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer Anleger:innen hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.